100 Jahre Vorwärts Steyr

Dies wurde als Anlass genommen, diese Seite ins Leben zu rufen und den lange gehegten Traum weiter zu verwirklichen, nicht nur im analogen Bereich die umfangreiche Geschichte des SK Vorwärts zu erforschen (was bereits seit vielen Jahren mit Leidenschaft praktiziert wird), sondern mithilfe Projektes Immer Vorwärts! auch im digitalen Bereich einen großen Schritt nach vorne zu schreiten, um somit die spannende und abwechslungsreiche Historie unseres traditionsreichen Klubs einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren.

Immer Vorwärts! richtet sich demnach an alle Rot-weißen, an alle Vorwärts-Sympathisanten, an alle fußballaffinen Menschen und ganz besonders an all diejenigen, die sich für Fußballgeschichte im Allgemeinen und die Geschichte von Vorwärts Steyr im Speziellen begeistern.

Konkrete Ziele dieser Seite sind:

* Die schrittweise Erfassung und Präsentation sämtlicher Spielsaisonen seit 1919 mittels Saisondaten (alle Pflichtspiele und Endtabellen), sowie weiteren Infos und Materilailien zur jeweiligen Saison.

* Die Aufarbeitung und Präsentation diverser spannender und bis dato wenig bekannter Kapitel in unserer Vereins-Historie.

* Die Sammlung vereinshistorischer Materialien fürs Archiv, insbesondere Fotos, Dokumente, Memorabilia, Fanartikel, Spielernachlässe usw. (Bitte HIER MELDEN)

Auf dieser gemeinsamen Entdeckungsreise in die Vorwärts-Vergangenheit wünschen wir hiermit allen Mitreisenden viele spannende Momente und Erinnerungen!

Mit einem lautstarken Immer Vorwärts!

Das rot-weisse Archiv

Hervorgehobener Beitrag

Vorwärts-Legende Heli Just (1946-2022)

Eine der größten Legenden unserer Klubgeschichte hat für immer seine Augen geschlossen: Helmut Just. Ein rot-weißer Nachruf.

Vereinstreue ist heutzutage schon äußerst selten geworden, war in früheren Jahrzehnten allerdings Ausdruck einer starken sportlichen Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit. Ein besonders gutes Beispiel dafür ist Helmut Just, Spitzname „Heli“. Über einen Zeitraum von 24 Jahren war er – mit nur einer kurzen Unterbrechung – im Sportklub Vorwärts aktiv! Und dies auch sehr erfolgreich!

Heli gehörte der unmittelbaren Nachkriegsgeneration an, geboren im Mai 1946. Seine lange sportliche Laufbahn startete er 1957, mit elf Jahren, im Nachwuchs des SV Zistersdorf 1927, im östlichen Weinviertel. Wenige Zeit später, 1960, wurde nach Steyr übersiedelt und der fußballbegeisterte Heli trat unserem Klub bei, als Teil der Vorwärts-Jugend. Er wurde meist als Stürmer eingesetzt. Auf der Rechtsverbinder- und Rechtsaußen-Position entwickelte er sich bis prächtig. 1965 machte Just einen kurzen Abstecher auf die Ennsleite zum ASV Bewegung, ehe er bereits zwei Jahre darauf wieder zum SK Vorwärts heimkehrte. Im August 1967 konnte er sich erstmals im Reserve-Team und im selben Monat auch in der Kampfmannschaft, dem Aushängeschild des Vereins, beweisen. Sein Debut feierte er beim Auswärtsspiel in Leoben-Donawitz. Von nun an war Heli Just aus dem Team nicht mehr wegzudenken. Die Rechtsaußen-Position war meist fix von ihm besetzt. Nach dem Abstieg in die oö Landesliga im Sommer 1969 folgte bereits ein Jahr darauf der sofortige Wiederaufstieg in die Regionalliga Mitte (damals zweithöchstes Level). In der heißen Phase um den Meistertitel 1970 lagen die Steyrer Stadtrivalen Vorwärts und Amateure voran. Das letzte Spiel gegen Urfahr wurde mit 3:1 gewonnen, Vorwärts erkämpfte sich den Landesmeistertitel. Einer der Torschützen: Heli Just.

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Seine Stärken waren Schnelligkeit, Dribbelkunst und Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor. Just galt als einer der besten Flügelstürmer des Bundeslandes. Was den Anhängern und allen Beteiligten rundherum ebenso im Gedächtnis blieb – bis heute: seine markante blonde Mähne. Eine atemberaubende Frisur, die sich zu seinem äußerlichen Markenzeichen entwickelte. Anfang der Siebzigerjahre konnte auch sein Bruder Christian einen Platz in der Kampfmannschaft ergattern und oft liefen Just I und Just II gemeinsam auf den Rasen. Es folgten Einsätze in der OÖ-Auswahl, und 1975 sowie 1979 konnten sie mit ihren Teamkollegen die nächsten oö Landesmeistertitel feiern. Das entscheidende Auswärtsspiel in Traun im Juni 1979 vor 2500 Fans – davon 1500 Rot-Weiße – wurde 3:0 gewonnen. Christian und Heli waren Teil dieses Triumphes, dem der Aufstieg in die 2. Division folgen sollte.

Seine Einsätze in der 2. Division 1979/80, in denen Heli Just seine große Erfahrung und Stärke zeigen konnte, bildeten einen würdigen Abschluss seiner überaus langen Spieler-Laufbahn. Bereits einige Zeit zuvor klopften große Vereine an die Tür, um ihn zu verpflichten. Beim Wiener Sportclub absolvierte er sogar ein Probespiel, lehnte aber dann aus familiären und beruflichen Gründen ab. Noch bis 1981 spielte Heli in der „Ersten“, danach trainierte er selbige bis Sommer 1984 gemeinsam mit Rudolf Stadlbauer.

Meisterteam Sommer 79 HQ - Kopie

Beruflich arbeitete Just, wie damals der Großteil der Vorwärtsler, in den Steyr-Werken. Später wirkte er im Betriebsrat von SNF und MAN, und wohnte im Stadtteil Münichholz.

Zum 100jährigen Vereinsjubiläum war er Teil der Kandidaten zur Jahrhundertspieler-Wahl und betrat am 14.4.2019 ein letztes Mal den Rasen des Vorwärtsplatzes. Viele schöne Erinnerungen an eine große Zeit im rot-weißen Trikot wurden wach – die Freude darüber war ihm ins Gesicht geschrieben.

Ende Februar 2022 verstarb Heli Just im 76. Lebensjahr.

DANKE FÜR DEINEN GROßEN EINSATZ FÜR UNSERE FARBEN!

Ruhe in Frieden

Kurt Staudenmayer (1954-2022)

Vor kurzem verstarb mit Kurt Staudenmayer ein Mitglied der Vorwärts-Meistermannschaft von 1975.

Aus einer Fußballerfamilie stammend – auch die etwas älteren Brüder Franz und Walter kickten beim Sportklub Vorwärts – begann für Kurt spätestens 1973, mit 19 Jahren, sein sportlicher Aufstieg mit der Aufnahme in die II. Mannschaft. In dieser war er hauptsächlich als Stürmer aktiv und das bis 1977.

Ab Mai 1974 konnte er parallel dazu auch in der rot-weißen Kampfmannschaft sein Können unter Beweis stellen. Die Krönung folgte bereits ein Jahr darauf, im Sommer 1975, mit dem Gewinn des OÖ Landesmeistertitels, an dem er wichtigen Anteil hatte. In diesem Team war Kurt Staudenmayer noch bis Sommer 1977 aktiv. In seiner Fußballerkarriere kämpfte er dabei auch in der zweithöchsten Spielklasse des Landes, der damaligen Regionalliga Mitte, für unsere Farben.

Vor ein paar Jahren verstarb sein Bruder Walter.

Nun, im Jänner 2022, auch Kurt.

Ein herzliches Beileid an seine Familie. DANKE FÜR DEINEN GROSSEN EINSATZ FÜR DEN SPORTKLUB VORWÄRTS! Ruhe in Frieden

Josef Kalchmayr (1941 – 2021)

Vor kurzem verstarb mit Josef Kalchmayr ein Routinier der besonderen Art. Fast zwanzig Jahre lang widmete er sich ohne Unterbrechung dem Sportklub Vorwärts. Ein Nachruf.

Kalchmayr wurde im Mai 1941 geboren und trat im Alter von dreizehn Jahren ins Schülerteam der Vorwärts ein, wo er zunächst hauptsächlich als Mittelfeldspieler eingesetzt wurde. Bereits kurze Zeit später, 1955, konnte er auch in der rot-weißen Jugend erste Akzente setzen, im Laufe der Jahre zunehmend öfter als Verteidiger.

Am 8.11.1959 folgte aufgrund seiner guten Leistungen die erstmalige Einberufung in die Kampfmannschaft – mit achtzehn Jahren auswärts in Radenthein beim Meisterschaftsspiel der damals neu geschaffenen Regionalliga Mitte (zweithöchste Spielklasse). Josef Kalchmayr galt als geradliniger, ehrgeiziger Kämpfer und hatte auch einige Zeit die Ehre, die Kapitänsschleife zu tragen. Zu seinen größten sportlichen Erfolgen zählen die Herbstmeistertitel der Regionalliga 1961 und 1965 sowie der OÖ Landesmeistertitel 1970. Zu dieser Zeit kickte auch sein jüngerer Bruder Rudolf Kalchmayr beim Verein, und oftmals liefen sie gemeinsam auf den Rasen. Noch bis ins Jahr 1973 sind Einsätze der Beiden in der Kampfmannschaft und im Reserve-Team dokumentiert. Josef verbrachte demnach fast zwanzig Jahre durchgehend beim Sportklub Vorwärts!

Danach kickte er in Kremsmünster, wo ihm allerdings nach bereits kurzer Zeit eine schwere Knieverletzung sein Karriereende als Spieler brachte. Anschließend übte Josef Kalchmayr die Trainerfunktion bei diversen Klubs in der Steyrer Umgebung aus. 1985 bis 88 kehrte er nochmals zum Sportklub Vorwärts zurück und trainierte den rot-weißen Nachwuchs.

Neben seiner sportlichen Tätigkeit war er 34 Jahre lang in den Steyr-Werken beschäftigt. Seine Freizeit widmete er seiner Familie, dem Schrebergarten und dem Hobbyverein FC Christkindl.

Vorwärts-Routinier Josef Kalchmayr verstarb im September 2021 im Alter von achtzig Jahren. An dieser Stelle tief empfundenes Mitgefühl mit seinen Hinterbliebenen. Ruhe in Frieden, rot-weißer Kämpfer!

Immer Vorwärts – Das rot-weiße Archiv, 22.9.2021

Quellen: 
-Wetti Riegler, Rot-Weisse Legenden - Josef Kalchmayr, Steyrer Zeitung 1999
-Michael Stockinger, Spielerverzeichnis des SK Vorwärts Steyr inkl. Vereinsfunktionäre (Herbst 1945 bis Herbst 1999), unveröffentlicht. 
-Archiv Michael Stockinger

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Medaillen-Nachlass Weikertschläger erhalten

Ein besonderer Schatz wurde gehoben! Tormann-Legende Karl WEIKERTSCHLÄGER (1930-2010) hinterließ eine ganze Schachtel voller Medaillen, die nun persönlich von seinem Sohn fürs Archiv übergeben wurde!
Alle im Originaletui, Zeitraum 1949 bis 64! Für die rot-weiße Sammlung ua. sehr wertvoll: oö Landesmeister, Landespokalsieger, sowie eine Menge Plaketten von seinen Einberufungen in die Landesauswahl. Damals noch etwas Besonderes und jeder Spieler erhielt solche als Erinnerung überreicht.
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Weikertschläger begann nach dem 2. Weltkrieg beim Schwechater SC, wurde bereits als Jugendlicher in die KM geholt und 1948 von Wacker Wien verpflichtet.
Im Juli 50 kam es zu einem ersten Gastspiel für den Sportklub Vorwärts, der gerade seine Premierensaison in der Staatsliga A absolviert hatte. Sein rot-weißes Engagement fand aber erst ein paar Jahre später statt, denn ab 51 kickte er in Steyr zunächst für Amateure. Im Rahmen der Sowjetunion-Reise im Sommer 57 (V mit Ama verstärkt) wurde er „umgepolt“ und trug fortan das Vorwärts-Tormanntrikot.
Einen der legendärsten Tage erlebte er beim 9:0-Sieg gg LASK (58 in der Staatsliga B ), von dem er noch Jahrzehnte später schwärmte. Seine außerordentlich starken Leistungen brachten ihn vielmals in die OÖ Auswahl, für seine Paraden und Flugeinlagen war er berüchtigt.
Im Sommer 60 wurde sein Vertrag nicht mehr verlängert und Weikertschläger wechselte nach Wels und abschließend zu ATSV Steyr.
2009 besuchte er unsere damalige Vorwärts-Ausstellung im Stadtmuseum, bei der ua. auch Fotos aus seinem Fundus gezeigt wurden. Ein Jahr darauf verstarb er leider.
2019 wurde er von mir für die Wahl zur Vorwärts-Jahrhundertelf nominiert.
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Ein GROßES DANKE an seinen Sohn Gerhard Weikertschläger für diesen Schatz, der nun gepflegt archiviert wird.
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Im Gedenken an Karl Kreilhuber, Gernot Schedlberger, Peter Jakob und Otto Baric.

Vorwärtsler!
Am heutigen vierten Advent möchte ich euch um ein paar Momente der Stille und des Gedenkens an vier verdiente Rot-Weiße bitten, welche in den letzten Monaten leider von uns gegangen sind 🔴⚪
+ KARL KREILHUBER, langjähriger und einer unserer erfolgreichsten Spieler der 50er Jahre
+ GERNOT SCHEDLBERGER, wertvoller Tormann in den 40er und 50er Jahren
+ PETER JAKOB, jahrzehntelanger Anhänger und u.a. Mitbegründer der Fangruppe „Ostblock“
+ OTTO BARIC, Trainer in den Jahren 1990 und 91
DANKE FÜR EUREN GROßEN EINSATZ FÜR DEN SPORTKLUB VORWÄRTS! ✊
RUHET IN FRIEDEN!

Karl Kreilhuber (1932 – 2020)

Der traditionsbewusste und historisch interessierte Kern der rot-weißen Anhängerschaft gedenkt dieser Tage Herrn Karl Kreilhuber, Vorwärts-Legende aus den goldenen 50er Jahren, welcher Ende Oktober verstarb. Die nachfolgenden Zeilen sollen einen Überblick über seinen Werdegang und eine Würdigung seines großen Einsatzes für den Sportklub Vorwärts darstellen.

Karl Kreilhuber, von Freunden und Verwandten auch „Mausl“ genannt, wurde im Oktober 1932 geboren und verbrachte seine Kindheit in Sierninghofen nahe Steyr. Nach dem Ende der schrecklichen Kriegszeit trat der Sportbegeisterte 1945, kurz vor seinem dreizehnten Geburtstag, dem eben erst gegründeten Sportverein Sierning im Rahmen des Schülerteams bei. In der Peripherie der Stadt Steyr waren zu diesem Zeitpunkt fußballerische Strukturen erst sehr wenig bis gar nicht vorhanden, es wurde allerdings mit viel Eifer vor allem die Jugend gefördert, was auch dem jungen Karl zugute kam. Er entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einem schussgewaltigen Stürmer, der bald auch den Sprung in die dortige Kampfmannschaft erreichte und gute Leistungen zeigte.

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1947 begann er in den Steyr-Werken seine berufliche Ausbildung zum Werkzeug-Schlosser und hatte im Zuge dessen auch zunehmend Kontakte in Steyrer Fußballerkreise. Talentesucher des Sportklub Vorwärts, mit der Kampfmannschaft bis 1951 in der höchsten, anschließend in der zweithöchsten Spielklasse Österreichs vertreten, suchten auch regelmäßig bei kleineren Vereinen in der Umgebung nach potentiellen Verstärkungen und wurden so auf Kreilhuber aufmerksam. Zu Beginn des Jahres 1954 nahm er schließlich ein Angebot der rot-weißen Klubführung an und wechselte mit großer Freude an die Volksstraße, wo er die kommenden sieben Jahre verbringen sollte. Sein erster Einsatz ist am 7.2.1954 im Rahmen eines Aufbauspieles gegen Austria Salzburg dokumentiert – er erzielte gleich ein Tor. Genau einen Monat später kam er bereits zu seinem Debut in der Staatsliga B, vor 2000 Anhängern auf dem Vorwärtsplatz gegen Hohenau. Im Sommer musste zwar der Abstieg in die oö Landesliga angetreten werden, dank des starken Zusammenhaltes und Kampfgeistes konnte das Team allerdings den sofortigen Wiederaufstieg in die zweithöchste Spielklasse schaffen. Kreilhuber zeigte zudem auch abseits des Platzes großen Einsatz, musste er doch zu jedem Training, Spiel oder Klubabend mit dem Fahrrad anreisen. Der Landesmeistertitel 1955 war auch persönlich ein großer Erfolg.

kreilh gg lask (OÖN) erstes tor, fans

Mit stets vorwärts-gerichtetem Drang in den Strafraum sowie auffallender Kopfball-Stärke und Schussgewalt ausgestattet versenkte er unzählige Male das Leder im gegnerischen Netz. Er war ein geradliniger Angreifer, der nur selten herumtrickste, sondern wenn es darauf an kam, im richtigen Moment das machte, wofür er bekannt war. Die Jahre in der Staatsliga B waren auch von einem starkem Kollektiv mit bis heute klingenden Namen geprägt, in dem sich Karl Kreilhuber sehr wohl fühlte. Als Höhepunkte seiner sportlichen Karriere gab er später die Reise in die Sowjetunion 1957, sowie das 9:0 gegen den LASK 1958 an. Im Rahmen der Tournee in den Osten saß er zum ersten Mal in einem Flugzeug und trat gegen Dynamo Kiew und das B-Team der UdSSR an. Auch die Eröffnungsfeier des Sportfestivals vor 100000 Menschen im Moskauer Lenin-Stadion blieb ihm stets in Erinnerung. Beim einzigartigen Kantersieg gegen den Rivalen aus Linz glänzte er gemeinsam mit all seinen Mitspielern und erzielte vor 5000 begeisterten Anhängern stolze drei Treffer. Als ab 1959 große Umstrukturierungen im öst. Fußball im Sinne der Auflösung der Staatsliga B und Einführung der Regionalligen und damit verbunden auch zahlreiche Probleme auf viele Vereine zukamen, blieb Kreilhuber als einer der wenigen dem Sportklub Vorwärts treu und verlängerte noch um weitere zwei Jahre. Kurz vor seinem 29. Geburtstag, im Sommer 1961, beendete er schließlich seine lange erfolgreiche rot-weiße Karriere, die ihm so viele Erlebnisse brachte und auf die er, trotz seiner Bescheidenheit, bis ins hohe Alter immer mit großem Stolz zurückblickte.

Anschließend war er noch viele Jahre als Spieler und Trainer beim Arbeiter-Turn- und Sport-Verein Vorwärts Neuzeug aktiv und erfolgreich, sowie beruflich bis zu seiner Pensionierung 1987 als Werkzeug-Schlosser in den Steyr-Werken tätig.

Wenige Tage nach seinem 88. Geburtstag verstarb Karl Kreilhuber Ende Oktober 2020. DANKE für deinen jahrelangen großen Einsatz für unsere Farben! Für immer Rot-Weiß!

Parte Kreilhuber portrait

Deinen Angehörigen herzliches Beileid und viel Kraft.

Michael Stockinger, November 2020

Friedrich Haslinger (1929 – 2020) – Für Vorwärts in der Staatsliga B

Ende Jänner verstarb mit Friedrich ‚Fritz‘ Haslinger einer der letzten Vorwärtsler der 50er Jahre. Wir wollen seiner Familie ein herzliches Beileid aussprechen und verbunden damit an dieser Stelle seinen sportlichen Werdegang Revue passieren lassen.

Haslinger wurde 1929 geboren und begann im Nachwuchspool des SK Amateure. Ende der 40er Jahre übersiedelte er zu Grünburg-Steinbach und weckte aufgrund seiner starken Leistungen das Interesse der Vorwärts-Funktionäre, die auch im Umland eifrig auf Talentesuche gingen. 1952 wurde er erstmals getestet, 1953 vom SK Vorwärts offziell verpflichtet.
Zuvor noch als Stürmer mit gefürchtetem Schuss tätig, wurde Haslinger fortan als Verteidiger in der KM und Reserve eingesetzt und konnte sich dabei vor allem auf der rechten Seite als kampfkräftiger Spieler etablieren.
Im Sommer 1953 nahm er an der Tournee nach Holland teil, was bestimmt ein Highlight in seiner fußballerischen Karriere darstellte. Bis Sommer 1956 lief er für die Rot-Weißen in der zweithöchsten Spielklasse, der Staatsliga B, auf den Rasen! Zwischenzeitlich musste nach einem Abstieg für eine Saison in der oö Landesliga gekickt werden (1954/55) – es folgte mit dem Meistertitel jedoch der sofortige Wiederaufstieg. Zudem konnte er mit seinen Mannschaftskollegen im Sommer 1955 den Steyrer Stadtmeistertitel holen, ehe ihn ein Jahr darauf eine Knieverletzung zu einer Pause zwang. Anschließend war er noch bis 1959 an der Volksstraße für die II. Mannschaft engagiert.
Im Sommer 1959, im Alter von knapp 30 Jahren, wechselte er zum ATSV Steyr in die oö Landesliga und danach erneut nach Grünburg. Zwischenzeitlich spielte der Routinier auch für Union Steyr. Nach einer anschließenden längeren Trainertätigkeit in Haidershofen kehrte Fritz Haslinger schließlich wieder zum ATSV zurück, wo er noch lange Zeit u.a. als Nachwuchstrainer und Platzwart tätig war.

Als einer der Wenigen noch lebenden Aktiven der 50er Jahre beehrte Fritz Haslinger im Jahr 2008 eines unserer damaligen Vorwärts-Legendentreffen und war bis ins hohe Alter u.a. als Stockschütze im Münichholz, wo er bis zuletzt wohnte, aktiv.

DANKE für deinen langjährigen starken Einsatz für unsere Klubfarben!
Ruhe in Frieden.

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Danke auch an Kurt Haslinger, der in einem persönlichen Gespräch zahlreiche Infos über Karriere und Leben seines Vaters weitergeben konnte!

Archiv-Anfragen

Archiv-Anfragen sind jederzeit möglich. Und auch Anregungen, Kritik und Hinweise auf etwaige Fehler sind erwünscht.

Zudem werden laufend historische Materialien für das Archiv gesammelt. Insbesondere Fotos, Dokumente, Erinnerungsstücke, Fanartikel & alles was sonst noch mit Vorwärts Steyr zu tun hat…
Mit besonderer Sorgfalt werden auch Spielernachlässe gepflegt archiviert.

Bitte einfach melden per Mail an m-stockinger@gmx.at ODER per Nachricht auf der Facebook-Seite!

DANKE!

Dr. Michael Stockinger

Immer Vorwärts! Das Rot-Weiße Archiv

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